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Tanja Gerasimova: "Die Schlange und der Praktikant“ - Ein Blick in die vierte Klasse



Tanja Gerasimova mit ihren Schülern
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In unserer vierten Klasse lernten in diesem Schuljahr fünf Jungen: -Andrej, Aljoscha, Matwej, Wowa und Wassja. Lauter Buben und kein Mädchen! In diesem Alter sind sie geschwind -sie verstreuen sich wie Erbsen: einer läuft nach vorne, der zweite will in eine ganz andere Richtung laufen, der dritte will überhaupt nirgendwohin und lässt sich durch kein Zureden von der Stelle bewegen Andrej, ein autistischer Junge, ist der flinkste Läufer. Als er zu uns in die Schule kam, konnte er höchstens fünf Minuten ruhig hinter der Schulbank sitzen, dann aber sprang er auf und lief in die andere Klasse. Ich lief hinter ihm her und die anderen liefen hinterher um nachzuschauen, was dort mit Andrej geschieht. Es war ein lustiges Bild. Eine Schlange, die aus einer Klasse in die andere lief: vorne Andrej, hinter ihm - ich, dann - Aljoscha, Matwej, Wowa und Wassja.

Im Winter kam ein Schüler der 11. Klasse der Irkutsker Waldorfschule zum Sozialpraktikum in unsere Schule. Weil in meiner Klasse lauter Jungs sind, sollte er zu uns kommen Und ich dachte mir: „Nun wird unsere laufende Schlange um ein weiteres Glied verlängert.“. Er hieß auch Andrej und war von Beginn an voller Aufmerksamkeit für „unseren“ Andrej, vielleicht um herauszufinden, was bei ihnen noch identisch war, außer dem Namen. Andrej der Praktikant fing an, Andrej den Schüler zu betreuen: er beobachtete, wie jener isst, wie er sich anzieht, ob er sich rechtzeitig die Hände wäscht usw. In den Unterrichtstunden saß Andrej der Praktikant neben Andrej dem Schüler und allmählich gewöhnte sich der Schüler an diese Nähe. Unser Praktikant redete auf Andrej ein, nicht aus der Klasse fortzulaufen. Andrej der Schüler sträubte sich die ersten Tage stark dagegen, aber im Laufe der Zeit begann er auf dasjenige zu hören, was ihm der große Andrej sagte. Mit Abschluss des Praktikums des großen Andrej (das Praktikum dauerte ca. einen Monat) saß der kleine Andrej gehorsam hinter der Schulbank bis zum Ende der Stunde, und unsere Schlange lief nicht mehr durch die Schule. Auch die übrigen Jungen hörten auf den großen Andrej Er wurde Vorbild für sie. Sie sprachen sogar mit seinen Intonationen in der Stimme und sie sangen wie Andrej.

Das Praktikum des großen Andrej ist zu Ende. Aber er hat unsere Buben nicht vergessen, besonders seinen kleine Freund Andrej nicht. Einige male kam er uns besuchen und manchmal brachte er den Kindern Süßigkeiten mit. In der Zeitschrift der Irkutsker Waldorfschule schrieb er einen sehr warmherzigen Artikel über unsere Jungen. Vor kurzem rief er mich an und fragte, wenn er die Kinder wieder besuchen kommen kann. Wir freuen uns, dass wir Freunde haben.

Danke für Ihre Aufmerksamkeit und die Wärme
Tanja Gerasimova, Klassenlehrerin

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