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2008: Dorfgemeinschaft "Istok"


Chronik der Dorfgemeinschaft Istok zu dem Arbeitsjahr 2007/2008

Michaeli 2007: Auf dem Gelände der Dorfgemeinschaft Istok wurde das Michaelsfest gefeiert. Es kamen viele Gäste, auch unsere Freunde von der biodynamischen Landwirtschaft, mit deren Hilfe uns eine gute Ernte mit ausgezeichnetem Gemüse gelang – besonders die Möhren. Es war ein wunderbarer lichter warmer Herbsttag. In guter Stimmung und mit vielen Liedern feierten wir den Michaelstag, legten einen Komposthaufen an und hörten einen Vortag über biologisch-dynamische Präparate.

Im Laufe des Herbstes erarbeiteten wir gemeinsam mit Peter Marti für Istok ein Entwicklungsprogramm bis 2012, Die Erörterung der Entwicklungsperspektiven unserer sozialen Gemeinschaft ließ uns über vieles nachdenken und unsere Kräfte bewerten. Diese Arbeit hat den Mitarbeitern geholfen, ihre Position in der Zukunft von Istok zu bestimmen. Weitere Impulse gab uns der Besuch von Konrad und Elke Lampart von der Software AG Stiftung, über die wir schon viel wertvolle Hilfe erhalten haben. Wir hoffen, dass unser Projekt zum Wohle unserer Betreuten auch in Zukunft das Vertrauen der Software AG Stiftung erhalten wird.

Eine erfreuliche Nachricht erhielten wir im Oktober 2007: Unser Projekt gewann einen Preis der Russischen Föderation für soziale Projekte in der Höhe von 860000 Rubel (ca. 25000 EUR) zweckbestimmt für die Bildung von Gruppen zur gegenseitigen Hilfe im Kontakt mit behinderten jungen Menschen in den benachbarten Dörfern. Auf dem Lande sind Familien mit behinderten Kindern isoliert und haben keine Information über die Möglichkeiten der Bildung und der sozialen Rehabilitierung ihrer Kinder. Wir haben beschlossen, diesen Familien durch Beratung und Seminare aus der Erfahrung unserer Arbeit zu helfen. Als Ergebnis dieser Arbeit ist das Ansehen von Istok in der Öffentlichkeit und bei den Behörden gestiegen. Wesentlich war, dass wir über die Entwicklungschancen behinderter Menschen aufklären konnten. 2008 wollen wir die begonnene Arbeit fortsetzen und haben den zweiten Antrag für die Fortsetzung des Projektes geschrieben.

Im Herbst erlebten wir einen Rückschlag. Unsere Kühe – die für unsere Ernährung so wichtig sind - wurden gestohlen. Einige Kühe fanden wir später in benachbarten Dörfern, zwei Stiere blieben verschwunden. Die Täter wurden nicht gefasst und auch einen Ersatz für unseren Verlust erhielten wir nicht. Aus dieser Erfahrung entstand die Projektidee im Rahmen des geplanten Freiwilligenlagers 2008 einen festen Weidezaun zum Schutz unserer Kühe zu errichten.

Das Weihnachtsfest feierten wir vor vielen Gästen im wachsenden Kreis guter Freunde mit dem Spiel einer neuen Geschichte über den Weihnachtsbaum.

Anfang Januar 2008 erhielten wir, leider nur für kurze Zeit, Besuch vom Myriam Estko und Aurelia Jaggi, die im letzten Jahr bei uns gearbeitet haben. Beide hatten ein soziales Praxisjahr in unserer Dorfgemeinschaft absolviert und haben uns ins dieser Zeit durch ihre engagierte, ausgezeichnete Hilfe sehr geholfen.

Der Winter war ziemlich warm und kurz, der Frühling kalt und lang. Wir arbeiteten viel in den Werkstätten und im Stall, probten für die nächste Theateraufführung, versammelten uns zum Lesen der Bibel und bereiteten Ausstellungen unserer Arbeit in der Öffentlichkeit vor.

Jeden Dienstag kamen zu uns die Schüler der 10. Klasse der Talismanschule. Mit viel Begeisterung halfen sie uns in der Hauswirtschaft, beim Aufräumen im Gelände, sowie beim Sägen und Stapeln von Brennholz.

Zu Ostern führten wir das Stück "Joseph und seine Brüder" auf. Alle Bewohner von Istok nahmen daran teil. In unseren Seelen hat diese biblische Geschichte tief Spuren hinterlassen.

In diesem Jahr war unsere Dorfgemeinschaft wieder von einem Waldbrand bedroht, der sehr nahe heran kam und im letzten Moment von der Feuerwehr gelöscht werden konnte.

Im Juni feierten wir die Hochzeit von Nastja, einer ehemaligen Dörflerin. Nastja lebt nun in der Stadt. Wir vermissen sie sehr, und sie besucht uns oft. Denn nach wie vor hält sie uns alle - die Bewohner von Istok, die Kühe und Kälber - für ihre Familie.

Der Sommer 2008 wird uns, der vielen besonderen Gäste wegen, noch lange in Erinnerung bleiben.

Ende Juni fand in Irkutsk die 10. Konferenz der Heilpädagogen und Sozialtherapeuten Russlands statt. An einem Juniabend empfingen wir etwa 50 Gäste aus verschiedenen Städten Russlands und aus dem Ausland. Es gab viele lange herzliche und wichtige Gespräche mit neuen und alten Freunden. Dabei waren auch einige Kollegen aus Moskau, die die Absicht haben eine Camphill Dorfgemeinschaft zu gründen und deshalb viele Fragen mitbrachten.

Anfang Juli fand bei uns zum dritten Mal das internationale Freiwilligenlager statt. Vorbereitet wurde das Treffen unter der Leitung von Annika Frohböse und Olga Tuschitsch durch unsere jungen Freunde aus Deutschland, die u.a. das Programm erstellten und die Finanzierung des Projektes organisierten. Unser herzlicher Dank für die Unterstützung geht an die W.P. Schmitz Stiftung.

Es nahmen acht Menschen aus Neuseeland, Österreich und Deutschland an dem Treffen teil. Gemeinsam errichteten die jungen Teilnehmer einen 3 km langen Weidezaun zum Schutz unserer Kühe. Vor 5 Jahren haben wir gemeinsam mit Tim Mergelsberg die Idee des Freiwilligenlagers entwickelt Wir grüßen ihn herzlich.

Im Juli besuchte uns eine Gruppe der Initiative Pskow unter der Leitung von Dieter Bach. aus Deutschland. In Pskow wird im Rahmen einer sozialen Partnerschaft deutscher Organisationen und der Stadt Pskow auf vorbildliche Weise sehr viel für behinderte Menschen getan. Wir verlieren die Hoffnungen nicht, dass so etwas eines Tages auch in Irkutsk möglich sein wird. Wir bauen diese Zukunft Schritt für Schritt auf.

Durch die Vermittlung unseres Freundes Jakob Steigerwald besuchte uns im August für 4 Tage ein Scout Trupp - 10 junge Menschen von der Heidenheimer Waldorfschule im Alter von 14 bis 25 Jahren die beeindruckend zielbewusst und gut organisiert unseren Zaun mit 27 Pfosten um 100 Meter verlängerten. Beim Abschied erklärten sie uns die Bedeutung des Namens Scout-Trupp.

Es ist der Name des geheimnisvollsten vierten König Artaban, der zu Jesus nach 33 Jahren erst bei der Kreuzigung gekommen war, weil er vielen Leuten unterwegs half. Wir hörten mit angehaltenem Atem zu und erlebten noch einmal die Tiefe der Legende über dem vierten König in der Darlegung von Lindenberg mit der wir uns die letzte Weihnachtszeit über beschäftigt hatten. Es war für uns ein eigenartiges Ereignis. So entstehen die geistigen Fäden, die unser im Wald verlorenes Inselchen Istok mit der ganzen Welt verbinden.

Wieder ist ein Jahr vergangen. Fester auf der Erde stehend, vergessen wir auch die Sterne nicht. Unsere Jugendlichen sind älter und selbständiger geworden.

Lena wurde positiver und friedfertiger. Sei hilft gut in der Wirtschaft. Nika fing an, mehr Verantwortung zu übernehmen: Anna ist endlich aus dem Krankenhaus zurückgekehrt und sammelt Lebenskräfte und Selbstvertrauen in der Natur. Kyrill hatte ein ziemlich ruhiges Jahr. Er bemühte sich manchmal, nützlich in der Werkstatt zu sein. Marina wurde eine ausgezeichnete Weberin und konnte sogar Gäste am Webstuhl anlernen. Kostja wurde Onkel und begann mehr von seinem Charakter zu zeigen. Olessja will keine kleine Puppe mehr bleiben und äußert laut ihre Wünsche. Artjom und Aljoscha wurden beim Arbeiten ernsthafter.

Unsere Mitarbeiter bewerten das vergangene Jahr als einen positiven Schritt in ihrer beruflichen und persönlichen Entwicklung.

Die Zahl der Betreuten und Mitarbeiter ist geblieben. Wir möchten dem, was wir heute haben, eine Form geben, Schritt für Schritt unsere kleine Gemeinschaft ausbauen , in der Gegenwart festigen und für die Zukunft schaffen.

Wir danken allen unseren Freunden für die Hilfe und die Teilnahme.


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