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Kudareika - biologisch-dymische Landwirtschaft: Die Famlie Tuschilin und ihre Arbeit


Bild: Sergej Tuschilin und Larissa Tuschilina

Curriculum Vitae von Sergej Tuschilin und Larissa Tuschilina - von Peter Marti

Sergej Tuschilin wurde 1961 in Irkutsk geboren. Nach dem Abitur 1978 hat er an der Irkutsker staatlichen Universität, Fakultät „Biologische Bodenkunde“, von 1978 bis 1983 studiert. Von 1983 bis 1992 war er als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Wissenschaftsakademie tätig: Zunächst am Institut der Physiologie und Biochemie von Pflanzen im Labor der Pflanzenökologie, ab 1988 in der Abteilung für energetische Ökologie.

Larissa Tuschilina wurde 1960 im Dorf Balagansk im Irkutsker Gebiet geboren. Von 1979 bis 1984 belegte sie das Studium der „Biologischen Bodenkunde“ an der Irkutsker Universität, Fachrichtung „Bodenkunde und Agrochemie„. Von 1984 bis 1992 arbeitete sie am Institut der Wissenschaftsakademie wie Sergej, zusätzlich aber auch am Institut für Geografie. Seit 1992 ist sie mit Sergej in der Landwirtschaft tätig.

Sergej und Larissa haben drei Töchter, 1984, 1986, und 1991 geboren. Die älteste Tochter, Uljana hat 2006 die Irkutsker Universität Fachrichtung Journalistik erfolgreich absolviert und wurde Redakteurin der Zeitung „Schiwaja Simlija“ ( „Lebendige Erde“). Die Tochter Seraphima interessiert sich für kosmische Zusammenhänge verbunden mit Biodynamik und arbeitet auf diesem Gebiet mit den Eltern zusammen. Sie bildet sich auch im Töpfern aus. Die jüngste Tochter Lora ist im Kunsthandwerk tätig, Holz ist ihr bevorzugtes Material.

1992 zog die Familie Tuschilin mitten in die Taiga, in den sibirischen Urwald. 100 Kilometer von Irkutsk entfernt auf einem Grundstück von 20 ha gründeten sie aus dem Nichts ihre Landwirtschaft. Sie begannen Obst und Gemüse für den Verkauf zu kultivieren.

Nach Vorträgen vom deutschen Bauern Bernhard Hack über biodynamischen Land- und Gartenbau im Frühjahr 1996 begannen sie ihren Betrieb so zu bewirtschaften. Seit 1997 verbreiten sie dieses Wissen im Irkutsker Gebiet. Dies geschieht durch Artikel in Zeitungen, durch Auftritte in Radio und Fernsehen. Sie nahmen an regionalen landwirtschaftlichen Messen teil, wo sie mehrmals mit Preisen ausgezeichnet wurden. Sie erhielten Dankesschreiben vom Gouverneur für ihren Einsatz in umweltgerechter Bewirtschaftung der Erde. 1996 wurde Maria Thun aus Deutschland nach Irkutsk eingeladen. In Irkutsk, in Angarsk und auf dem Bauernhof der Tuschilins wurden Seminare und Vorlesungen veranstaltet.

Im Jahr 2000 wurde Sergej nach Dornach an die jährlich statt findende landwirtschaftliche Tagung eingeladen. Im Anschluss an diese Tagung bekam Sergej die Gelegenheit, biodynamische Betriebe zu besuchen - er konnte auch praktisch mitarbeiten. Außerdem nahm er Einblick in sozialtherapeutische Einrichtungen .

Im Frühjahr 2000 wurde zusammen mit privaten Gemüsegärtnern ein Klub für praxisbezogenen Gartenbau nach biodynamischer Anbaumethode ins Leben gerufen. Gleichzeitig funktionierte man den Bauernhof zur Forschungsstation um.

2002 konnten Sergej und Larissa wieder an der Tagung in Dornach teilnehmen. Bei dieser Gelegenheit bot sich die Möglichkeit, die Forschungsstation von Maria Thun in Deutschland zu besuchen. Unter Teilnahme der Öffentlichkeit hat Sergej sein erstes Buch „Biodynamischer Land- und Gartenbau in der Praxis“ herausgegeben. Finanziell unterstützte der Staat dieses Vorhaben.

2003 wurde die Schrift von Maria Thun : „Hinweise aus der Konstellationsforschung“ von Sergej und Larissa ins Russische übersetzt und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

2004 eröffnete man auf dem Betrieb von Tuschilins das Biodynamische Zentrum, welches die Zeitung: „Lebendige Erde“ herausgibt. Diese Schrift ist in ganz Russland verbreitet.

Auf dem Hof werden auch biodynamische Präparate hergestellt, die in ganz Russland zur Anwendung kommen. 2005 wurde das zweite Buch: „Ernährung des Bodens, der Pflanzen und des Menschen“ von Sergej lanciert.

Seit 2001 veranstalten Sergej und Larissa in verschiedenen Regionen Russlands Vorlesungen und Seminare, so im Ural, in Perm und Kamensk-Uralskyj – im Altai im Dorf Klutschi – in der Burjatischen Republik in Ulan Ude und Talovka – als auch in den Städten des Irkutsker Gebiets Angarsk, Bratsk, Ust Kut, Usolje-Sibirskoje. In vielen Orten wurden danach Klubs und andere Initiativen gegründet.

Heute steht das biodynamische Zentrum in regem Briefwechsel mit den meisten Regionen Russlands, von Kaliningrad im Westen bis Sachalin im Osten. Das Zentrum ist die einzige Stelle in Russland wo biodynamische Präparate hergestellt und bezogen werden können.

Dieses Jahr startete man in Zusammenarbeit mit der Irkutsker Waldorfschule und dem Waldorfkindergarten ein Projekt, wobei der Boden wiederbelebt werden soll und dadurch vollwertige Nahrungsmittel im sozialtherapeutischen Dorf Pribaikaskij Istok erzeugt werden können. Sechs Veranstaltungen wurden im Dorf Istok abgehalten und bis zu vierzig interessierte Leute nahmen daran jeweils teil. .

Einlage vom Schreibenden: „Die vierte Waldorf Klasse hatte im Epochenunterricht das Thema: „Vom Korn zum Brot“. Geackert, gesät, gepflegt und geerntet wurde in der Dorgemeinschaft Istok. Es war eindrücklich zuzuschauen, wie die Lehrerin ihren Schülern gezeigt hat, wie mit Sichel umgegangen und das Korn gebündelt werden soll.“

Forschungsarbeit:

Sergej und Larissa beschäftigen sich mit der Anpassung von weltweit verbreiteten Methoden auf diesem Gebiet. Erfahrungen und Erkenntnisse, welche über Jahre sich in wärmeren Regionen der Erde ergeben haben, sollen nun hier in Russland, in Sibirien, in sehr gegensätzlichen klimatischen Verhältnissen neu erforscht und erarbeitet werden.

Wir beobachten und analysieren die Qualität und Quantität der gezogenen Produkte. Die neuen Ergebnisse und Erkenntnisse werden in Vorlesungen, in Artikeln, in Schriften usw. an Gärtner und Bauern weitergegeben.

Beispiele: In Sibirien gefriert der Boden bis zu 2 Metern Tiefe durch. Das gleiche gilt für Präparate, welche im Winter angelegt werden. Welchen Einfluss hat diese Tatsache auf Präparate ? Gibt es Abweichungen in Bezug auf Qualität zu anderen Regionen der Erde, wo die Präparate z. B. nicht durchfrieren?

In Zentralsibirien wächst keine Eiche. Welche Rinde kann die Eichenrinde ersetzen? Dasselbe gilt auch für die Kamille. Wie schnell reift der Kompost unter diesen klimatischen Verhältnissen heran? Was soll oder kann der Gärtner und der Bauer tun, wenn sie die Bodenlebendigkeit fördern wollen und der Kompost nur zaghaft heran reift?

Es gibt auch Mittel verschiedener Art im Handel. Wie wirken diese zusammen mit den biodynamischen Präparaten?

Wie kann Obst und Gemüse über den langen Winter in Sibirien gelagert werden, ohne dass sie ihre Lebendigkeit verlieren? Wie wirken unsere sibirischen meteorlogischen Verhältnisse mit den Sternbildern des Tierkreises zusammen?

Die Qualität der Samen leidet unten den heutigen Umständen. Wie kann diese durch die biodynamische Wirtschaftsweise wieder verbessert werden?

Eine weitere weite Forschungsrichtung ist der Erweiterung des biodynamischen Wissens in der Landwirtschaft gewidmet:

o Wir entwickeln neue Methoden.
o Neue Kombinationen von Präparaten und Düngemitteln.
o Es entsteht eine neue biodynamische Bank für Gemüsesamen.
o Das Zusammenwirken auf verschiedenen Gebieten der lebendigen Welt wird erforscht

Für diese Arbeit sind wir auf ausländische Fachliteratur angewiesen, welche hier nicht zu beschaffen ist.


Ernährungsforschung:

Diese Richtung umfasst das interessante Gebiet der Ernährung. Die Zubereitung von Nahrungsmitteln unter rhythmischen Methoden, wobei die Nahrungsmittel wertvoller und gehaltvoller werden. Diese Forschung basiert auf Prozessen der Dynamisierung beim Verarbeiten der Nahrungsmittel für die Winteraufbewahrung. Rhythmisierend verwandelt sich inneres Wesen, Geschmack, Farbe, Geruch. Zusätzlich wird das Erhalten von Vitaminen gewährt. Im Vergleich zu üblichen Methoden der Aufbewahrung von Lebensmitteln, wie durchkochen, salzen, süssen mit Zucker, verbessert sich die Qualität der Nahrungsmittel wesentlich.

Diese Art des Aufbewahrens von Nahrungsmitteln wurde schon von vielen praktiziert und wird auch weiter entwickelt.

Im Rahmen dieser Forschungsrichtung arbeiten wir auch am Wiederentdecken alter vergessener Rezepte der Nahrungsmittelzubereitung:

Einsäuerung von Gemüse und Milchprodukten, Zubereitung alter Getränke, Brotbacken nach alten Methoden, Wiederentdecken wilder Kräuter beim Essen zubereiten.

Alles, was zur Ökologie der Ernährung gehört, wird erforscht, entwickelt und an einen weiten Kreis interessierter Menschen weitergegeben.

Wer sich näher über die Arbeit und die Forschungsvorhaben der Families Tuschilin informieren möchte, der nehme bitte mit uns Kontakt auf:

=> Zum Kontaktformular <=

=> Kudareika-Bericht von Konrad Lampart <=

=> Russische Webseiten der Familie Tuschilin <=




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