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1992-2000 Kurzfassung

In Irkutsk sind nach dem Ende der Sowjetunion einige Initiativen entstanden, die sich erfolgreich um den Aufbau der Waldorfpädagogik und der anthroposophischen Heilpädagogik bemühen.

Die heilpädagogische Schule „Baikalskij Talisman", eine Schule für behinderte Kinder, ist eine dieser Initiativen.

Tatjana Kokina, Mutter eines behinderten Sohnes und Mitbegründerin von Talisman:
"Zu Beginn der neunziger Jahre erfuhren wir durch Kontakte mit Pädagogen aus Finnland von der Waldorfpädagogik und einer Heilpädagogik für Kinder mit geistiger Behinderung. Ich erfuhr, wie man mit diesen Kindern arbeiten kann, daß jedes Kind ein Recht auf Bildung besitzt, unabhängig von seinen Fähigkeiten, und daß wir diese Kinder wirklich fördern können. Für uns war dies eine Entdeckung. Ein Leitstern!"

Vorher war es menschenunwürdig

Bis zu diesem Zeitpunkt hatten die vier Gründerinnen im Bemühen, zu Sowjetzeiten eine Anerkennung, Beschulung und Förderung für ihre behinderten Kinder zu finden, eine wahre Odyssee hinter sich bringen müssen. Entsprechend dem sowjetischen Weltbild gab es eine "Defektologie", eine Lehre, nach der ein behinderter Mensch als defekt erklärt wurde: "Eine Förderung lohnt nicht." Der nicht bildbare und somit nicht verwendbare behinderte Mensch stand der Entwicklung der Sowjetunion im Wege. Ohne Recht auf Schule wurde ein behindertes Kind von den Eltern zu Hause versorgt, oftmals vor den Augen der Öffentlichkeit versteckt, oder in Heimen untergebracht. Die Verhältnisse, unter denen die behinderten Kinder dort versorgt wurden, waren grausam und menschenunwürdig.

Aber nicht alle Eltern konnten sich mit dieser Situation abfinden. Sie wußten, daß auch ihr Kind lernfähig ist und trugen immer die Sehnsucht in sich, für ihr Kind etwas Besseres zu finden ...

Und so ging es nach den Anfängen 1991 mal langsam, mal schnell, mal leicht, mal gegen Widerstände, aber immer irgendwie vorwärts!

Schritt für Schritt (1992 - 2000)

1992: Talisman wird offiziell als private Organisation anerkannt, die Kinder nach den Grundlagen der anthroposophischen Heilpädagogik unterrichtet.
Der erste Unterricht findet in Privatwohnungen statt. (siehe auch Artikel von Stefan Bohl aus dem Jahre 1992)


1993: Talisman erhält Schulräume in einem staatlichen Internat, verbunden mit Auflagen, die die pädagogische Freiheit und die Arbeit der Schule stark einschränken. Spendengelder verhelfen Talisman zu einem Schulbus.


1994: Kauf eines einstöckigen sibirischen Holzhauses mit Garten. Viele Renovierungsarbeiten sind nötig.
Talisman richtet eine Sonntagsschule ein.
Hospitation zweier Lehrerinnen in Deutschland. In den nächsten Jahren werden häufiger Lehrerinnen zu Weiterbildungen in den Westen kommen.


1995: Die pädagogische Arbeit entwickelt sich gut, wird jedoch durch Spannungen mit dem staatlichen Internat getrübt.


1996 / 97: Talisman zieht die Konsequenzen und verläßt die Räume des staatlichen Internats.
Die schulische Arbeit setzt sich im nun fertig renovierten Holzhaus fort. Das bringt materiell Nachteile ‑ pädagogisch aber kann man frei arbeiten.


1998: Erweiterung der Schule durch den Erwerb einer Dreizimmerwohnung im Nachbarhaus.
Verstärkte, erfolgreiche Öffentlichkeitsarbeit.


1999: Viele neue MitarbeiterInnen und Kinder.
Ausbau und Einweihung der neuen Holzwerkstatt und einer Keramikwerkstatt.
Talisman führt ein öffentliches Seminar durch und erhält hierfür staatliche Fördergelder.
Einige Lehrerinnen erhalten nach Jahren der regelmäßigen Teilnahme am Heilpädagogischen Seminar ein Diplom.
Ständige Weiterentwicklung der Organisationsstruktur auf der Basis konsequenter Leitbildarbeit.
Das Talisman-Dorfprojekt wird als Arbeits- und Lebensstätte für Jugendliche ab dem 18. Lebensjahr begonnen und erhält ein Gelände mit Gebäuden nahe lrkutsk.

2000: Dem Dorfprojekt wird öffentliche Unterstützung zugesagt. Die ersten Betreuten leben und arbeiten nun regelmäßig im Dorf. Das Projekt erhält den Namen "Istok" - Quelle.

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