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Masleniza (Butterwoche) - Russischer Karneval (mit einem Blini-Rezept)
Ralf am 27.02.2009 08:45:04




Die Masleniza (wörtlich Butterwoche) gehörte zu den lustigsten und fröhlichsten Festen in Russland. Seit einigen Jahren wird sie wieder in Russland gefeiert. Die Masleniza dauert immer eine ganze Woche und gilt als die Vorbereitung auf die heilige Fastenzeit vor Ostern, die gleich anschließend beginnt. Früher wurde im Russischen diese Woche Käsewoche genannt, weil in dieser Woche viele Milchprodukte verspeist werden, vor allem die russischen Pfannkuchen "Blini" (siehe Rezept).


Masleniza als religiöses Fest: Diese Woche soll der höheren Philosophie der christlichen Religion gelten - man soll sich mit allen nahe stehenden Menschen versöhnen, jede Form der Beleidigung vergeben und sich auf den asketischen Weg zu Gott vorbereiten - für diese Idee steht im orthodoxen Glauben die Masleniza. Masleniza ist die Zeit, in der man sich gut und nett mit Nahestehenden, Freunden und Verwandten unterhalten soll. Kurz gesagt, Masleniza ist traditionell die Zeit, in der man zu Gast ist und zusammen bei Tisch sitzt.


Viel interessanter sind die alten Volksbräuche, die sich aus der Überlieferung erhalten haben und heute wieder zu neuem Leben erweckt werden. Viele dieser Bräuche sind direkt mit der Landwirtschaft verbunden und sollten ein gutes Erntejahr sichern.



Bis 1492 wurde in der alten Rus das neue Jahr Ende Februar mit der Geburt eines Kalbs gefeiert, damit die Kuh auch Milch gab. "Steht die Masleniza auf der Straße, zieht sie dem Winter die Füße weg" - war eine der Volkswahrheiten in dieser Zeit. Der lang andauernde Winter, der wie ein Brett vor der Sonne stand, sollte durch den warmen Ofen und die gelben runden Blini (russische Pfannkuchen) symbolisiert werden und der Winter sollte durch Feuer und das Verbrennen von Strohtieren ausgetrieben werden. Doch nicht überall wurden Strohtiere verbrannt, das war eher typisch für Mittel- und Südrussland. In und um Moskau herum wurde ein Frauenkleid mit Stroh angezündet, im Gebiet Pskov wurde ein Fellmantel über das Stroh gezogen. Den ganzen Tag verbrachte man auf der Straße mit Spielen und bei Einbruch der Dunkelheit wurde die Figur ertränkt oder verbrannt.


Im 17.-19. Jahrhundert gehörte Masleniza zu den beliebtesten Feiertagen in Russland. Auch in der Literatur dieser Zeit finden wir zahlreiche Hinweise auf dieses Fest. Da Masleniza aber ein religiöses Fest war, wurde es in der ehemaligen UdSSR 1917 abgeschafft. 2002 kehrte es wieder offiziell nach Moskau zurück!

Blini-Rezept


Mehl 500 g. (2-3 Glas)
Eier 4 St.
Zucker 100 g.
Milch 500-700 ml (3-4 Glas)
1/2 Teelöffel Salz, Öl

Die Eier in eine hohe Schüssel schlagen und mit dem Schneebesen oder einer Gabel verquirlen. Salz, Zucker und Milch gut unterrühren, dann das Mehl hineinsieben und gut untermischen, bis keine Klümpchen mehr zu sehen sind (sehr wichtig!). Der Teig muss flüssig sein. Eine beschichtete Pfanne erhitzen, Öl dünn verteilen und 1 Schöpfkelle Pfannkuchenteig in die Mitte geben. Durch Schwenken der Pfanne den Teig gleichmäßig verteilen und bei mäßiger Hitze anbraten (ca. 1 Min.). Eine Seite ist dann fertig, wenn der Teig sich leicht vom Pfannenboden lösen läßt. Den Pfannkuchen mit dem Pfannenwender umdrehen und auf der anderen Seite fertig backen. Dann den nächsten Pfannkuchen backen.

Wenn der erste Pfannkuchen nicht gelingt, macht es nichts. Nicht umsonst gibt es in der russischen Sprache den weit verbreiteten Spruch: "Aus dem ersten Pfannkuchen wird ein Klumpen". Der nächste klappt dann aber bestimmt!

Der Pfannkuchen kann entweder mit Marmelade oder Honig, Quark, Sahne, saurer Sahne oder Butter genossen werden. Enthält der Pfannkuchen weniger Zucker, dann kann er mit einer Mischung aus Fleisch und gebratenen Zwiebeln oder gekochten Eiern und klein geschnittenem Lauch serviert werden.

Guten Appetit!



=> Viele weitere Bilder dazu im Album <=

=> Unsere Spendenkonten <=



Diese Ausführungen zu Maslenitsa und das Blini-Rezept
haben wir teilweise übernommen von


=> Russian Online <=

Polina Sorel schreibt zu ihren sehr empfehlenswerten Webseiten: " ... Ich will den Besuchern meiner Seite nicht nur die Möglichkeit geben, die russische Sprache zu lernen, sondern auch Einblicke in das heutige Russland (in die Kultur, Geographie, Geschichte und das Alltagsleben Russlands) gewähren. Ich freue mich, wenn auch Sie für sich etwas Interessantes hier finden ..." Sie finden also auch noch mehr Informationen zu Maslenitsa und Blini auf Russian Online



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