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Ralf am 17.10.2007 08:55:43


Liebe Freunde!

„Jetzt sind wir also im Osten", meinte Annika, als wir vor einigen Tagen mit großen Rucksäcken beladen in die Ukraine stapften. Wo eigentlich der Osten ist, und was ihn ausmacht, ist eines der sensibelsten Themen, die es in meinem Studium zu erörtern gibt und nicht zuletzt auch einer der Gründe, wieso ich das nächste Jahr in Russland verbringen werde. Doch Endet der Westen mit den Grenzen der EU?

Vor knapp zwei Wochen machten sich Annika und ich auf den Weg, immer weiter in Richtung Sonnenaufgang. Den größten Teil der Strecke legten wir per Anhalter zurück: Von Oldenburg nach Kassel, über Prag und Bratislava in die Ostslovakei. Die EU verließen wir auf unseren Füßen und tatsächlich ist hier vieles plötzlich anders, plötzlich so, wie man es von ehemaligen Sowjetländern erwartet und vom Wahlsieg Timeschenkos ist - so scheint es manchmal - noch nicht viel in den Köpfen der Menschen angelangt.

Dennoch ist es ironisch, zu behaupten, im Osten angelangt zu sein, wenn man eine Stadt betritt, die einen deutscheren Namen nicht hätte tragen können: Lemberg. Das gesamte Galizien ist geprägt von der reichen Vergangenheit: Unter polnischer Herrschaft gewachsen, schließlich durch die Habsburger in das österreichisch-ungarische Reich eingegliedert. Die vielen Konfessionen und Nationen lebten nicht immer friedlich beisammen, am schrecklichsten wütete allerdings auch hier Hitler, der auch der jüdischen Prägung der Stadt ein trauriges Ende bereitete. Wie so viele Städtchen der Westukraine ist L'vov - wie das frühere Lemberg heute heißt - eine wunderschöne Siedlung mit reicher Architektur, vielen Gotteshäusern der verschiedensten Religionen und großen Erwartungen an Europa.

Annika und ich reisten jedoch schließlich weiter und gelangten nach Odessa, dem Ziel unserer Reise. Leider mussten wir Rumänien und Moldavien auslassen, die Zeit hierfür reichte nicht.
Das schwarze Meer ist für viele Millionen Menschen der ehemaligen sozialistischen Bruderstaaten das, was Malle für die Deutschen ist: Das Reiseziel schlechthin. Zum Glück ist auch hier mittlerweile ein golden strahlender Herbst ausgebrochen und wir treffen nur wenige Touristen auf den Straßen und am Strand.

Heute Abend brachen Annika und ich nach Kiew auf. Wir sitzen nun in diesen wundervollen Zügen, wie sie östlich Berlin-Lichtenbergs überall verkehren: Ein Abteil, vier Betten, tausende Kilometer. In Kiew werden sich leider unsere Wege trennen: Annika muss zurück, das neue Semester wartet. Ich werde nach Russland reisen und schon bald Europa verlassen und damit endgültig im Osten anlangen - oder bereits wieder im Westen, in Westasien? Zuvor wird Moskau mich beherbergen und Kazan', eine wunderschöne alte Stadt, in der ich mich besonders für die muslimische Prägung der zeitweise auch hier "atheistischen" Bevölkerung interessieren werde: Anstelle von Zwiebeltürmen säumt eine Moschee die Mauern des örtlichen Kreml. In gut einer Woche soll schließlich erneut meine Zeit in Irkutsk beginnen. Hier habe ich mir vorgenommen, ein Forschungsprojekt zur gesellschaftlichen Arbeitsethik durchzuführen. Dabei werde ich insbesondere mittelständische Unternehmen untersuchen. Meine Arbeit werde ich also an der Universität und bei HeinzConsulting, einer kleinen Firma, mit der ich noch aus Zivizeiten befreundet bin und mit denen ich gemeinsam => Sagaan <= betreibe, ansiedeln.

Wer neugierig geworden ist auf unsere Erlebnisse und Vorhaben, kann in dem

=> Blog schlagbaum.ru <=

unsere bisherige und zukünftige Route nachverfolgen. Hier werden regelmäßig Neuigkeiten, Erlebnisse und auch Bilder bereitgestellt. Einige wenige Male werde ich auch mit Rundmails wie diesem die Berichte vervollständigen.

Wer sich auf dem Blog schlagbaum.ru anmeldet, wird bei neuen Einträgen benachrichtigt, kann Kommentare schreiben und geschützte Inhalte, wie meine Adresse in Russland und mehr Fotos einsehen. Bitte beachtet, dass der Blog sich ähnlich wie Osteuropa in "Evroremont" befindet, also gerade im Um- bzw. Aufbau hin zu einer Europafähigen Qualität. Bis dahin funktioniert das eine oder Andere noch nicht so gut, wie es soll. Ganz besonders Nutzer der Microsoft Betriebssysteme oder noch schlimmer des MS InternetExplorers müssen z.B. ganz nach unten scrollen, um sich anmelden zu können.

Auch inhaltlich soll der Blog wachsen, insbesondere meine Forschungsarbeit soll hier Platz finden, aber auch Anekdoten, wie sie in Russland auch gerne erzählt werden, und nicht zuletzt wird hier in Zukunft aufgelöst, wieso ich schlagbaum.ru als Domain gewählt habe - wer weiß es?

Ich freue mich auf viele Klicks, eine reichhaltige Rückmeldung und einen goldenen Herbst!

Euer Tim


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