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1. Die Birke - Durch die Betrachtung zur Imagination
Ralf am 04.10.2007 10:06:18


Durch die Betrachtung zur Imagination

Die Birke

Durch das Licht
Sehe ich die Welt.
Mein Anteil am Licht
Bildet die Sehkraft in meinen Augen,
Bildet den Lebenssinn in meinem Empfinden,
Bildet die Gestalt in meinem Denken.
Durch das Licht
Verbrennen Schmerz und Freude
Und verwandeln mich
In leuchtenden Segen
Für die Welt, die mich umgibt.


Es liegt in der Natur des Dichters, dass er sagt, was er empfindet. Wenn es um ein tiefes Erlebnis geht, sucht er sorgfältig Worte dafür. Im Fall eines esoterischen Erlebnisses hält er es geheim, doch gibt er mit der Zeit seinem natürlichen Bedürfnis nach und veröffentlicht es. Ist das eine Schwäche oder ist es ein Geschenk? Er ist dabei nicht unbedingt unvernünftig, sondern denkt gefühlsmäßig an die Bedürfnisse seiner Zeit. An vielen Ecken der heutigen Welt steht die Esoterik zur Vefügung; sie wurde zum Teil exoterisch und erscheint zum größten Teil entartet. So möchte der Dichter die esoterischen Werte bekräftigen.

Die Birke macht von selbst schon den Eindruck einer übersinnlichen Erscheinung. Ihre kleinen Blätter, die im Wind papierhaft flattern und die weiße seidendünne Schicht der Rinde wirken wie ein Hauch auf die Seele. Fast auf der Hand liegt, was die Volksüberlieferung sagt: eine Jungfrau umhüllt den Birkenbaum strahlend.

Die Birke gedeiht auf feuchtem Boden, doch nicht irgendwo im Sumpf, sondern am Rand des Sumpfigen, wo die Erde zum Teil schon trocken ist. Ihre Urheimat ist der kalte und feuchte Norden. Darum ist die Zeit ihres Frühlingsergrünens kurz. Schon bevor die sommerliche Wärme auftritt, fängt sie zu trocknen an. Ihre hellgrünen Blätter werden steif und graugrün. Ihre im Frühling frische, junge und strahlende Gestalt verhärtet sich. Die spitzen, rhomboiden Blätter und der schmale Baumstamm, aus dem so schmale, lange, hinaufstreckende und rutenartige Äste wachsen, fallen auf. Die äußere Form macht auf sich aufmerksam. Doch auch im Zustand des Trockenwerdens deutet sie auf das Bildnis eines jungen, reinen Wesens hin.

Hält man das frische Birkenblatt vor Augen, dann empfindet man in ihm die sonnige Frühlingsfülle. Stellt man sich aber die sommerliche, die Gestalt betonende Erscheinung vor, erlebt man, dass es fein goldig, doch immer stärker silbrig leuchtet. Dafür sind die staunende Bewunderung und die Erhebung aller Sinne zu echtem Schönheitsgefühl notwendig. Mit der Zeit erlebt der Betrachter alles Bogenartige am Blatt (der untere Teil) bläulich, das Spitze aber strahlend und weißgelblich.

Schaut man mit vertiefter Aufmerksamkeit den Baumstamm und die fein verzweigten Äste an und denkt an die vorher beschriebenen Erlebnisse, spürt man deutlich, dass die Birke die Erde sanft berührt. Das Birkenholz ist weich, aber brüchig. Auf dem abgesägten Baum sieht man klare Jahresringe, die die Holzmasse im Festen halten. Die Innenseite der Rinde ist braun, grau und schwarz. Die Rinde wird staubig, und sie wird wie zum Schutz von der weißen Zellstoffschicht überdeckt. Diese Strukturierungskraft empfindet man als silbrig kristallisierende Formkraft im rotvioletten flammenartigen Vorgang des Holzwerdens.

Am Ende der Zweige bilden sich würstchenähnliche Zäpfchen. Spiralartig folgen die Ansätze der Blütenblätter aufeinander, die sich aber nicht entfalten. Sie bleiben zurückgehalten als ein fein saftiges Gewebe. Auch die sogenannten männlichen Blüten, die wie Kätzchen aussehen, haben keine Blütenblätter. Das Blühen und das Fruchten finden im Innern des Baumes statt, und das verstärkt die jungfräuliche Natur der Birke.

Im Frühling strahlt das saftige Leben der Birke sonnenkräftig. Der Baum wirkt wie angeschwollen. Seine Lichtkräfte ähneln den roten Backen eines gesunden Bauernmädchens. Ein hellroter Glanz umhüllt die Baumkrone. Wenn aber diese Zeit vorbeigeht, wird die Form fest. Das Sonnenstrahlen zieht sich zurück. An den Spitzen und den gezahnten Rändern der Blätter, an den rutenartigen Zweigen und entlang der Rinde glänzen die Konturen der Birkengestalt silbrigweiß wie Mondenlicht. Der blühende, hellrote Glanz versinkt in der Dunkelheit und wird in mondenlichtähnlichen Strahlen violett ...

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