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9. Myriam Estko: Frauentag
Ralf am 07.09.2007 10:26:20


Was sind das nur für komische Werbungen in allen Schaufenstern, immer dasselbe und immer ein Datum, 8.März??? Dazu die kitschigsten Dinge, Blumen, Konfekt und eine allgemeine Preissteigerung!

Alles ganz normal, der russische Frauentag steht kurz bevor und die Verrücktheit erreicht ihren Höhepunkt. Auf der Straße werde ich von wildfremden Männern für diesen Tag in ein Restaurant eingeladen, die Ehemänner, die ich hier kenne überschlagen sich mit Planungen für große Geschenke, alle Frauen sind ganz erwartungsvoll, was sie wohl bekommen werden.

Am Tag davor ist die ganze Stadt überschwemmt mit Blumenhändlern und ich frage mich geschockt, wo all die Menschen plötzlich herkommen, die das Zentrum überschwemmen. Den Tag selber verbringe ich glücklicherweise im Dorf, aber auch hier geht es weiter, von allen Männern werde ich beglückwünscht, warum ist mir nicht ganz klar, weil ich Frau bin vermutlich. Ich bekomme Schokolade, Duschartikel gleich doppelt und dreifach. Valera und Alexej, die Männer von Tatjana und Valentina, haben groß für uns gekocht, und zum ersten Mal seit ich hier bin erledigen die Männer auch gemeinsam den Abwasch.

Trotz des ersten Schocks beginnt mir die Sache zu gefallen, warum gibt es das nicht öfters???

Als europäische Frau ist es erst einmal ungewohnt, dass man in Russland überall mit „Fräulein“ angesprochen und einem die Hand geküsst wird. In Begleitung eines männlichen Wesens darf man auch niemals schwere Taschen tragen oder an der Kasse bezahlen, kurz, man fühlt sich etwas herabgesetzt, vor allem wenn man bedenkt, dass die russischen Frauen nicht nur den gesamten Haushalt managen, sondern oft auch noch arbeiten und so für den Unterhalt der ganzen Familie aufkommen, also durchaus emanzipiert sind. Vielleicht lassen sie sich gerade deswegen beim Ausgehen so gerne verwöhnen und einmal im Jahr ganz groß feiern, warum denn nicht?

Aurelia und ich werden trotzdem weiterhin die Stadt schocken, indem wir selbst bezahlen oder die Rechnung aufteilen, schwere Dinge heben und uns überhaupt ganz unfraulich benehmen … Naja, manchmal ist es auch sehr nett, wenn man hin und wieder auf ein bisschen männliche Unterstützung zurückgreifen kann, sie würden sich ja sonst ganz unnütz fühlen, unsere Riesenrussen!

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